Hier sehen wir das große Eckhaus am Rosenplatz, dessen eine Seite an der Johannisstraße liegt und bis 1976 im Besitz von Familie Krone war. Es wurde durch Emil Krone, den Vater von Frau Krone, im Jahre 1961 erbaut und war der erste Stahlskelettbau in Osnabrück. Bei dieser Bauweise werden Stahlträger von oben bis unten durchgezogen und anschließend das Mauerwerk dazwischen eingesetzt. Es war eins der modernsten Häuser der Stadt; mit eigener Müllverbrennungsanlage, deren Energie weiter genutzt wurde. Zur damaligen Zeit wollten viele junge Leute nicht mehr zu Hause bei ihren Eltern wohnen, so Frau Krone, daher gab es in dem Haus 25 Einraumwohnungen, die auf der südlichen Seite Richtung Rosenplatz untergebracht waren. An der Seite zur Johannisstraße wurden 2-3 Zimmerwohnungen für Familien eingerichtet.

Unten im Haus waren früher einige Geschäfte untergebracht: das Schuhgeschäft Ronnebaum, die Sämerei Lange+Lehners und eine kleine Gastwirtschaft.

Emil Krone, der Vater von Frau Krone, hatte vor vielen Jahren als Mehlhändler in Osnabrück angefangen und später die Safterei „Goldkrone Apfelsaft“ aufgebaut. Nach dem Verkauf des Hauses 1976 an eine Immobiliengesellschaft wandte sich die Familie Krone dem zerstörten Schloss Gut Wulften im nahen Sutthausen zu und baute es aus den Trümmer vollständig wieder auf, erfuhren wir in unserem Interview.

Heutzutage sorgt das Haus am Rosenplatz für reichlich Diskussionsstoff im Stadtteil. Auf die Frage hin, wie sie es findet, dass es Pläne gibt das Haus abzureissen, antwortet Frau Krone, dass es ja schließlich nicht mehr modern ist und eine Renovierung wohl zu teuer sei. Sie interessiert sich sehr, wie es mit dem Rosenplatz und seiner Umgebung weitergeht.