Auf dem Rosenplatz steht seit gut 100 Jahren ein Brunnen mit einer bewegten Geschichte: der Schäferbrunnen. Er wurde 1904 von Lukas Memken nach dem Vorbild des damals noch lebenden Schäfers Heinrich Adolf Ströker, der seine Schafe in Voxtrup und Gretesch weidete, gestaltet.

Wir haben seinen Urenkel, Herrn Petau, kennen gelernt. Er erzählte uns, dass der Schäferbrunnen – ursprünglich aus Kupfer – im 2. Weltkrieg durch die Nationalsozialisten zu Kriegszwecken eingeschmolzen wurde. Nach dem Krieg wurde er neu gefertigt, diesmal jedoch aus Stein. Als der Park, den es früher auf dem Rosenplatz gab, der Verbreiterung der Straße weichen musste, verschwand auch der Brunnen von seinem ursprünglichen Ort. Dort, wo heute eine Verkehrsinsel ist, stand er mit dem Blick auf den Rosenplatz gerichtet. Er wurde etwa 30 Meter versetzt und steht nun kaum sichtbar vor einer Eisdiele an der Ecke des Rosenplatzes zur Sutthauser Straße. Ganz früher sollte der Brunnen mal vor der Johanniskirche stehen. Herr Glosemeyer erinnerte sich: „Der war immer im Weg!“

Herr Petau erzählte uns auch, dass alle Unterlagen zum Schäferbrunnen durch einen Brand verloren seien.