Der Rosenhof wurde am 08.April 1937 von Josef Struchtrup eröffnet und im 2. Weltkrieg unter Bombenhagel zerstört. Im Jahre 1953 wurde der Rosenhof gegenüber der alten Spielstädte wieder aufgebaut.

Herrn Wolfgang Quade erinnerte sich: ,,Als der Rosenhof neu eröffnet wurde, war die Leinwand 12 Meter breit. Die eignete sich auch für Filme im Cinemascope Format. Es gingen viele Leute hin.... Es gab mindestens drei Vorstellungen am Tag." Der Zuschauerraum fasste 780 Plätze. Die Rosenhof-Lichtspiele waren das erste Theater im Bundesgebiet mit Moltopren-Schaumgummi-Hochpolstersitzen. Für Schwerhörige wurde eine moderne Kopfhöreranlage eingebaut und für Korpulente standen eigene Sesselreihen bereit. Frau Brigitte Rother, die damals 6 Jahre alt war, hatte für den Film "Alle Völker dieser Erde" 50 Pfennige bezahlt.

Der Rosenhof präsentierte eine neue Art von Kinoerlebnis. Frau Marianne Huhmann hatte einen der ersten amerikanischen Filme gesehen mit dem Namen " Das Erdbeben". Extra für den Film hatten sie zwei Maschinen hingestellt, die ordentlich Krach machten, damit man das Erdbeben im Film hautnah erleben konnte. Frau Huhmann wusste noch:,, Ich dachte wirklich, dass wir ein Erdbeben hätten, das war ganz toll."

Herr Wolfgang Quade sagt:,, Heute ist der Rosenhof ein privat betriebenes Kulturzentrum und Veranstaltungshalle geworden. Da gehen die jungen Leute zur Party oder zum Konzertbesuche hin. Manchmal ist da genauso viel los wie damals zu unseren Zeiten, als ein neuer Film gezeigt wurde wie zum Beispiel die Filmkomödie "Arlette erobert Paris" oder " Hauptsache Glücklich". Mit zahlreichen Heimatfilmen haben sie die Stimmung der Menschen nach dem Krieg aufgefangen und das Bedürfnis der Menschen nach Frieden, Familie, bescheidenen Wohlstand und Glück befriedigt.