Die Heckmannhöfe waren auch zu DDR-Zeiten einerseits richtige Gewerbehöfe, andererseits war noch eine alte typische Wohnstruktur vorhanden. Genau wie vor dem Krieg lebten hier Arm und Reich zusammen. Die reicheren Leute wohnten im Vorderhaus, dann kam der normale Handwerker im ersten Seitenflügel. Dann wurden die Leute immer ärmer bis hin zum Tagelöhner ganz hinten im zweiten Seitenflügel. Dort befanden sich auch wieder Pferdeställe. Die komplette soziale Struktur einer Stadt wohnte hier in einem Haus zusammen. Der normale Mittelstand lebte in der Innenstadt im Vorderhaus, in der Belletage, und das hat sich bis in die DDR-Zeiten gehalten.


Seit der Wiederbelebung der Heckmann Höfe in den neunziger Jahren ist die Anlage geprägt durch ihr Nutzungskonzept von Kunst, Wohnen, Kommerz und Handwerk. Alle Garagen wurden umgebaut zu kleinen Läden. Man findet dort Klamotten- und Schmuckläden, die üblichen Sachen, die Touristen so brauchen.


Heute wird auf dem Wohnhof wieder gewohnt. Da hat sich eigentlich nichts verändert, außer, dass die Häuser saniert, von schwarz zu beige verwandelt wurden und die Mieten gestiegen sind.