Die Hackeschen Höfe waren damals und heute Gewerbe- und Wohnhöfe. Die acht Höfe zwischen der Rosenthaler- und der Sophienstraße bieten heute auf 27.000 Quadratmetern Raum für 40 Gewerbeunternehmen, dazu Kultureinrichtungen und Wohnungen. Sie bilden das größte geschlossene Hofareal Deutschlands und stehen seit 1972 unter Denkmalschutz.

Die Höfe vis-à-vis des Hackeschen Markts wurden am 23. September 1906 eröffnet. In den 60er Jahren war in dem Eckgebäude das Haus des Kindes und später ein An- und Verkauf untergebracht.  Den Charakter der Hackeschen Höfe machten damals Werkstätten für Autos, Stahlwerkstätten usw. aus. Heute sind dort Restaurants, Cafés, Textilgeschäfte und Kinos untergebracht. In der ehemaligen Autowerkstatt befindet sich jetzt ein Hochzeitssaal, der wurde kitschig in grün-gold rekonstruiert.


Wo heute das Theater „Chamäleon“ ist, hatte das DDR-Fernsehen seine Probebühne. Dort wurden viele Filme gedreht. Man fand oft interessante Dekoartikel von den Dreharbeiten auf dem Hinterhof.
Damals konnte man an Sonntagen ganz alleine durch die Höfe streifen. Die Anwohner waren alle draußen baden oder im Garten. Touristen gab es nicht in der Gegend.

Wer kann sich heute noch vorstellen, dass man Sonntagnachmittags der einzige Besucher der Hackeschen Höfe ist?!